die wellenmaschine

K

M

  • Messedammtunnel - Die (Neue) Passerelle

S

T

W

Messedammtunnel - Die (Neue) Passerelle

Mit dem Konzept der NEUEN PASSERELLE betreten wir endgültig Neuland.

Von Konzepten, Teilkonzepten und Umsetzungen temporärer Projekte unterschiedlicher Couleur zur Umgestaltung und langfristigen Neudeutung eines bestehenden Raumes.

Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit der Passerelle, dem Messedammtunnel unter der Kreuzung vor dem ICC. Einem Relikt einer vergangenen Ära, annähern funktionslos, angstbesetzt, gleichzeitig Ikone der Pop-Art und Ort steingewordene Trostlosigkeit.

Nach vielen Versuchen und Zwischenschritten haben wir nun in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sowie den Sportkindern Berlin und dem SC Inklusion ein Konzept für eine dauerhafte Umwandlung der Passerelle in eine Bewegungs- und Begegnungsstätte entwickelt.

Darauf sind wir, um ehrlich zu sein, mächtig stolz. Und wissen, dass der schwierigste Teil noch vor uns liegt, der Transfer vom Papier an den realen Ort. Doch Bange machen gilt nicht.

Und wir wissen, um was es geht, so wie es in unserem Konzept steht:

Die Neue Passarelle kann ein Leuchtturm werden – für die Nutzung städtischer Ressourcen, das Bewahren architektonischer Schönheit, das Schaffen von Flächen zur Sportausübung und das Sichtbarmachen gesellschaftlicher Gruppen.

Statt Abreißen und / oder Zuschütten führen wir einen Ort der Stadt- und Architekturgeschichte einer neuen Nutzung zu.

Wir beleben einen Ort, heben einen versunkenen Schatz und leben einmal mehr die Zugewandheit und Vielfalt Berlins.

Die Wirkung der Neuen Passerelle geht damit weit über Berlin hinaus und kann eine internationale Strahlkraft entwickeln, so wie es Berlin immer wieder gelungen ist, sich aus sich selbst heraus zu erneuern, mit Hilfe von Kreativität und Pragmatismus visionäre Ideen zu gebären.

Messedammtunnel - Die (Neue) Passerelle

Viel mehr lost place als der Messedammtunnel in Berlin geht nicht. Entstanden in den 70er Jahren, im Denken der autogerechten Stadt sollten Fußgänger:innen möglichst unterirdisch verhandelt werden, noch dazu monofunktional, denn eine Verbindung zu einer U- oder S-Bahn findet sich im Tunnel nicht. Dafür besticht der Tunnel durch seine Pop-Art-Architektur, immerhin handelt es sich um eine Arbeit des damaligen Baudirektors Rainer G. Rümmler. Heute ist der Tunnel eine beliebte Chiffre der Hauptstadtpresse für den Zustand der Stadt – „Tunnel des Grauens“ ist eine beliebte Beschreibung.

Im Auftrag des Bezirks Charlottenburg – Wilmersdorf arbeitet die wellenmaschine seit 2018 daran, das zu ändern. Während der Pandemie entwickelten wir ein Konzept für die Nutzung und Wiederbelebung des Messedammtunnels, dabei gingen wir von der Ist-Situation aus, analysierten die Machbarkeiten und Notwendigkeiten und entwickelten daraus Ideen und Konzepte, von schnell und einfach umsetzbar bis visionär und geduldig.